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Bildung

 

Im Bereich Bildung herrscht LĂ€nderhoheit. Doch stĂ€rker als bisher muss die Stadt in Funktion eines Moderators die Bildungslandschaft gezielt mitgestalten und die Profilentwicklung von BildungstrĂ€gern innerhalb der Stadt vorantreiben und koordinieren. Junge Talente mĂŒssen FreirĂ€ume erhalten.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen mit und ohne anerkannten Berufsabschluss, aber auch die hohe Schulabbrecherquote stellen die Stadt Halle langfristig vor ökonomische und soziale Herausforderungen. Eine frĂŒhzeitige Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen sowie spezielle Fördermaßnahmen könnten dieser Entwicklung entgegenwirken.

Lebenslanges Lernen, dazu gehört auch die berufliche Qualifizierung, ist fĂŒr die persönliche Entwicklung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger unabdingbar. FrĂŒhkindliche Bildung kann dafĂŒr den Grundstein legen. Die gleichberechtigte Teilhabe an Bildungsangeboten und lĂ€ngeres gemeinsames Lernen in Gemeinschaftsschulen mĂŒssen in unserer Stadt deshalb unabhĂ€ngig von der sozialen Herkunft möglich sein.

 

Als OberbĂŒrgermeister werde ich:

Schulen nach Maßgabe des Investitionsprogramms des Stadtrates sanieren. Die Kosten ergeben sich aus dem Haushaltsplan der Stadt Halle 2012;

ein Dienstleistungszentrum „Bildung“ einrichten, in dem BildungstrĂ€ger (KindertagesstĂ€tten, Schulen, die UniversitĂ€t, Weiterbildungsinstitutionen, Unternehmen, KulturtrĂ€ger und Vereine) stĂ€rker untereinander und mit ihrem Umfeld vernetzt werden mit dem Ziel, eine Profilbildung im Bildungsbereich und damit die Berufsorientierung zu fördern. In diesen Bereichen tritt die Verwaltung zudem als einheitlicher Ansprechpartner auf. Die Finanzierung ergibt sich aus einer Prozessoptimierung im Fachbereich Schulen;

jeweils eine KindertagesstÀtte mit einem der folgenden Schwerpunkt-Profile ausbauen: Wissenschaft, Kultur, Sport, Sprache. Die Finanzierung ergibt sich aus einer Prozessoptimierung im Eigenbetrieb Kita;

das FrĂŒhstudium von SchĂŒlern, angeboten von der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg, unterstĂŒtzen, um mehr kluge Köpfe in der Region zu halten. Die jĂ€hrlichen Gesamtkosten in Höhe von 5.000 Euro sollen in Kooperationen mit der lokalen Wirtschaft erbracht werden;

erweiterte Angebote zur beruflichen und schulischen Bildung aller Altersstufen entwickeln, durch eine Partnerschaft der Stadt mit Stiftungen, Hochschulen und anderen privaten Einrichtungen. Angebote der Volkshochschule werden einbezogen.

Eltern frĂŒhzeitig beteiligen, wenn ĂŒber die Schließung von Schulstandorten diskutiert wird; die Profile der Schulen sollten verstĂ€rkt in die Entscheidungsfindung mit einfließen;

Schulmodelle unterstĂŒtzen, die schulmĂŒde Kinder und Jugendliche wieder integrieren und zum Schulabschluss fĂŒhren;

Schulhöfe nach Schulschluss öffnen und zu BewegungsrÀumen umgestalten;

Konzepte zur gesunden ErnÀhrung und kreativen Freizeitgestaltung entwickeln, zum Beispiel in KindertagesstÀtten;

die Schulen auf dem Weg zu mehr Verantwortung ĂŒber Budget, Personal und Unterricht unterstĂŒtzen;

die Qualifikation von FĂŒhrungskrĂ€ften im Bildungsbereich, insbesondere im Bereich frĂŒhkindliche und schulische Bildung unterstĂŒtzen.