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Stadtentwicklung


Bis zum Jahr 2020 wird die Einwohnerzahl in Halle (Saale) voraussichtlich um 13.000 auf 217.220¬† Einwohner sinken. Mit einer kreativen Stadtentwicklung, in die alle Stadtteile einbezogen sind, kann die Schrumpfung unserer Stadt aufgehalten werden. Zudem ist eine energieeffektive, √∂kologische und zeitsparende Infrastruktur notwendig. Die Geschwindigkeit, mit der Menschen, G√ľter und Ideen bef√∂rdert werden, muss erh√∂ht werden. Dem muss ein integriertes Stadtentwicklungskonzept Rechnung tragen. Ein solches Konzept muss die Vorz√ľge (Kompetenzen) der jeweiligen Stadtteile definieren und weiterentwickeln, mit umfassenden Beteiligungsm√∂glichkeiten, z. B. auch von Kulturschaffenden. Die alten Dorfkerne in den Stadtrandgebieten sind ebenfalls zu ber√ľcksichtigen.

Die Stadt braucht neue Allianzen, darin eingeschlossen einen vertrauensvollen Dialog mit den benachbarten Landkreisen. Ich werde den Blick k√ľnftig auch st√§rker nach Leipzig richten.

Um die Attraktivit√§t der Innenstadt zu st√§rken, m√ľssen dort hochwertige Waren, Restaurants, Kunstgalerien und Veranstaltungen angeboten werden. Erforderlich sind bessere Parkm√∂glichkeiten und ein optimiertes Leitsystem. Brachfl√§chen sollen in lebendige Nutzfl√§chen verwandelt werden. Der √Ėffentliche Personennahverkehr und Radfahrer haben in der Innenstadt auch weiterhin Vorrang vor dem motorisierten Verkehr.

Mit den Akteuren der Immobilienwirtschaft (Mieter- und Eigent√ľmer-Vertreter, die organisierte private und st√§dtische Wohnungswirtschaft, Investoren, Architekten, Interessengemeinschaften) ist eine kreative Stadtentwicklung zu betreiben. Dies kann nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfolgen. Die Stadt muss st√§rker als Mittler auftreten. Angemessenes Wohnen in der Stadt soll bezahlbar bleiben. Mit dem Verkauf von st√§dtischen Wohnungsgesellschaften l√§sst sich der Haushalt der Stadt nicht nachhaltig sanieren. Langfristig k√∂nnen Einnahmequellen nur durch die stadteigene Sanierung von ‚ÄěKulturg√ľtern‚Äú geschaffen werden, nicht durch deren Verkauf. Wertvolle Baudenkm√§ler bewahren das kulturelle Erbe unserer Stadt.

Leerstand, sanierungsbed√ľrftige Geb√§ude und verwahrloste H√§userl√ľcken erfordern ein gebiets- und themenbezogenes Standortmarketing. Dazu ist es notwendig, die Eigent√ľmer sanierungsbed√ľrftiger Best√§nde zu aktivieren und zielgruppenspezifische Investitionsanreize zu schaffen.

Der Abriss der Hochstra√üe ist ein langfristiges Ziel. Kurz- und mittelfristig ist die Hochstra√üe f√ľr Halle unverzichtbar. Um die Stadt attraktiver zu machen, muss sie vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr entlastet werden. Zudem ist der Stra√üenzustand der Hauptverkehrsstra√üen zu verbessern. Der L√ľckenschluss zur A 143 ist notwendig.

Die Saale als etablierte Wasserstra√üe ist f√ľr den Tourismus, die Naherholung, den Wassersport und den G√ľterverkehr auszubauen, unterst√ľtzt von zahlreichen Vereinen rund um die Saale. Hinzu kommen Aspekte des Hochwasserschutzes, die mit dem Erhalt der Saale als Bundeswasserstra√üe gew√§hrleistet werden. Auch die Stadt Halle profitiert vom Ausbau des Saale-Elster-Kanals und sollte ihn gezielt unterst√ľtzen.

Gr√ľnfl√§chen und Kleing√§rten verbessern das Erscheinungsbild der Stadt, sind zudem wichtiger Bestandteil der gemeindlichen Frei- und Erholungsfl√§chen. Sie sind auszuweiten, auch durch Festsetzung im Bebauungsplan. F√ľr die F√∂rderung und Unterhaltung der Kleing√§rten werde ich mich verst√§rkt einsetzen. Stabilit√§t bei Pachten und Abgaben in den kommenden Jahren wird angestrebt.

Ich werde eine Förderpolitik betreiben, die gezielt den Einsatz öffentlicher Fördermittel koordiniert, stets auf der Grundlage des integrierten Stadtentwicklungsprogramms.

 

Als Oberb√ľrgermeister werde ich:

ein kreatives, ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, in das die Stadtteile gleichberechtigt und mit Hilfe von Zukunftsforen einbezogen werden. Ein Stadtratsbeschluss ist dazu erforderlich;

eine Lenkungsgruppe zu aktuellen Problemen der Stadtentwicklung leiten;

ein Verwaltungsgebäude und einen Parkplatz am Riebeckplatz, dem Eingangstor unserer Stadt, favorisieren Рauf der Grundlage eines Ideenwettbewerbs. Dazu ist ein Stadtratsbeschluss erforderlich;

Quartiersberater bzw. Stadtteil-Manager berufen, die die jeweiligen Stadtteile und ihre Stärken fördern. Die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung;

leer stehende Flächen in Stadtteilzentren zu Parkplätzen umfunktionieren, soweit möglich und geboten;

Gr√ľnfl√§chen in der Stadt aufwerten und bepflanzen;

den Marktplatz begr√ľnen;

Baul√ľcken in der Innenstadt schlie√üen und dar√ľber mit den Eigent√ľmern verhandeln;

den Park des Wittekindbades f√ľr die B√ľrger zur Naherholung bis auf Weiteres freigeben;

das Radwegenetz weiter ausbauen; den Saale-Radwanderweg durch Ausschilderung besser mit der Innenstadt und ihren touristischen Zielen verbinden; die geschätzten Kosten belaufen sich auf eine Million Euro. Die Finanzierung ergibt sich aus Einsparungen durch ein effektives Energiemanagement;

weitere verkehrsberuhigte Bereiche einrichten mit dem Ziel, den Verkehrslärm zu reduzieren;

die Saline-Insel und den Stadthafen durch den Bau weiterer Br√ľcken beleben.