Facebook Twitter Privat Startseite Kontakt Bürger Finanzen Stadtentwicklung Soziales Kultur Arbeit Gesundheit Verwaltung Wirtschaft Wissenschaft Startseite Loslegen mit Plan Sport Sicherheit Umwelt Bildung Forum

Stadtentwicklung


Bis zum Jahr 2020 wird die Einwohnerzahl in Halle (Saale) voraussichtlich um 13.000 auf 217.220  Einwohner sinken. Mit einer kreativen Stadtentwicklung, in die alle Stadtteile einbezogen sind, kann die Schrumpfung unserer Stadt aufgehalten werden. Zudem ist eine energieeffektive, ökologische und zeitsparende Infrastruktur notwendig. Die Geschwindigkeit, mit der Menschen, GĂŒter und Ideen befördert werden, muss erhöht werden. Dem muss ein integriertes Stadtentwicklungskonzept Rechnung tragen. Ein solches Konzept muss die VorzĂŒge (Kompetenzen) der jeweiligen Stadtteile definieren und weiterentwickeln, mit umfassenden Beteiligungsmöglichkeiten, z. B. auch von Kulturschaffenden. Die alten Dorfkerne in den Stadtrandgebieten sind ebenfalls zu berĂŒcksichtigen.

Die Stadt braucht neue Allianzen, darin eingeschlossen einen vertrauensvollen Dialog mit den benachbarten Landkreisen. Ich werde den Blick kĂŒnftig auch stĂ€rker nach Leipzig richten.

Um die AttraktivitĂ€t der Innenstadt zu stĂ€rken, mĂŒssen dort hochwertige Waren, Restaurants, Kunstgalerien und Veranstaltungen angeboten werden. Erforderlich sind bessere Parkmöglichkeiten und ein optimiertes Leitsystem. BrachflĂ€chen sollen in lebendige NutzflĂ€chen verwandelt werden. Der Öffentliche Personennahverkehr und Radfahrer haben in der Innenstadt auch weiterhin Vorrang vor dem motorisierten Verkehr.

Mit den Akteuren der Immobilienwirtschaft (Mieter- und EigentĂŒmer-Vertreter, die organisierte private und stĂ€dtische Wohnungswirtschaft, Investoren, Architekten, Interessengemeinschaften) ist eine kreative Stadtentwicklung zu betreiben. Dies kann nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfolgen. Die Stadt muss stĂ€rker als Mittler auftreten. Angemessenes Wohnen in der Stadt soll bezahlbar bleiben. Mit dem Verkauf von stĂ€dtischen Wohnungsgesellschaften lĂ€sst sich der Haushalt der Stadt nicht nachhaltig sanieren. Langfristig können Einnahmequellen nur durch die stadteigene Sanierung von „KulturgĂŒtern“ geschaffen werden, nicht durch deren Verkauf. Wertvolle BaudenkmĂ€ler bewahren das kulturelle Erbe unserer Stadt.

Leerstand, sanierungsbedĂŒrftige GebĂ€ude und verwahrloste HĂ€userlĂŒcken erfordern ein gebiets- und themenbezogenes Standortmarketing. Dazu ist es notwendig, die EigentĂŒmer sanierungsbedĂŒrftiger BestĂ€nde zu aktivieren und zielgruppenspezifische Investitionsanreize zu schaffen.

Der Abriss der Hochstraße ist ein langfristiges Ziel. Kurz- und mittelfristig ist die Hochstraße fĂŒr Halle unverzichtbar. Um die Stadt attraktiver zu machen, muss sie vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr entlastet werden. Zudem ist der Straßenzustand der Hauptverkehrsstraßen zu verbessern. Der LĂŒckenschluss zur A 143 ist notwendig.

Die Saale als etablierte Wasserstraße ist fĂŒr den Tourismus, die Naherholung, den Wassersport und den GĂŒterverkehr auszubauen, unterstĂŒtzt von zahlreichen Vereinen rund um die Saale. Hinzu kommen Aspekte des Hochwasserschutzes, die mit dem Erhalt der Saale als Bundeswasserstraße gewĂ€hrleistet werden. Auch die Stadt Halle profitiert vom Ausbau des Saale-Elster-Kanals und sollte ihn gezielt unterstĂŒtzen.

GrĂŒnflĂ€chen und KleingĂ€rten verbessern das Erscheinungsbild der Stadt, sind zudem wichtiger Bestandteil der gemeindlichen Frei- und ErholungsflĂ€chen. Sie sind auszuweiten, auch durch Festsetzung im Bebauungsplan. FĂŒr die Förderung und Unterhaltung der KleingĂ€rten werde ich mich verstĂ€rkt einsetzen. StabilitĂ€t bei Pachten und Abgaben in den kommenden Jahren wird angestrebt.

Ich werde eine Förderpolitik betreiben, die gezielt den Einsatz öffentlicher Fördermittel koordiniert, stets auf der Grundlage des integrierten Stadtentwicklungsprogramms.

 

Als OberbĂŒrgermeister werde ich:

ein kreatives, ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, in das die Stadtteile gleichberechtigt und mit Hilfe von Zukunftsforen einbezogen werden. Ein Stadtratsbeschluss ist dazu erforderlich;

eine Lenkungsgruppe zu aktuellen Problemen der Stadtentwicklung leiten;

ein VerwaltungsgebĂ€ude und einen Parkplatz am Riebeckplatz, dem Eingangstor unserer Stadt, favorisieren – auf der Grundlage eines Ideenwettbewerbs. Dazu ist ein Stadtratsbeschluss erforderlich;

Quartiersberater bzw. Stadtteil-Manager berufen, die die jeweiligen Stadtteile und ihre StÀrken fördern. Die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung;

leer stehende FlÀchen in Stadtteilzentren zu ParkplÀtzen umfunktionieren, soweit möglich und geboten;

GrĂŒnflĂ€chen in der Stadt aufwerten und bepflanzen;

den Marktplatz begrĂŒnen;

BaulĂŒcken in der Innenstadt schließen und darĂŒber mit den EigentĂŒmern verhandeln;

den Park des Wittekindbades fĂŒr die BĂŒrger zur Naherholung bis auf Weiteres freigeben;

das Radwegenetz weiter ausbauen; den Saale-Radwanderweg durch Ausschilderung besser mit der Innenstadt und ihren touristischen Zielen verbinden; die geschÀtzten Kosten belaufen sich auf eine Million Euro. Die Finanzierung ergibt sich aus Einsparungen durch ein effektives Energiemanagement;

weitere verkehrsberuhigte Bereiche einrichten mit dem Ziel, den VerkehrslÀrm zu reduzieren;

die Saline-Insel und den Stadthafen durch den Bau weiterer BrĂŒcken beleben.